Die Pflegekassen in Niedersachsen haben uns informiert, wie zukünftig mit nicht in Anspruch genommenen Beratungseinsätzen nach § 37.3 SGB XI umgegangen wird.
In der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass Beratungseinsätze nicht rechtzeitig in Anspruch genommen wurden. Es kam immer wieder vor, dass z.B. ein Beratungseinsatz, der im 2. Halbjahr durchgeführt werden musste, zu Anfang des 1. Halbjahres des Folgejahres erst stattfand.

Diese Besuche wurden dann als Nachholeinsätze gekennzeichnet. Dieses wird es in Zukunft nicht mehr geben. Die Beratungseinsätze werden von den Kassen nur noch für das Halbjahr gewertet, in dem sie tatsächlich stattfanden.
Welche Konsequenzen hat das für Sie als Pflegebedürftige? Nach Auskunft der Pflegekassen kann für verpasste Beratungsbesuche in Zukunft das Pflegegeld auch rückwirkend gekürzt werden. Diese Kürzung wird in der Regel 25% des Pflegegeldanspruchs ausmachen.
Wir unterstützen Sie auch weiterhin gerne bei der rechtzeitigen Inanspruchnahme der Beratungsbesuche, möchten jedoch deutlich daraufhinweisen, dass der Gesetzgeber es in die Hände der Pflegebedürftigen oder der pflegenden Angehörigen gelegt hat, diese Besuche abzurufen. Wir lehnen aus diesem Grunde deutlich jegliche Haftung, die im Zusammenhang mit verspäteten Beratungsbesuchen in Zusammenhang stehen, ab. Kümmern Sie sich in Zukunft bitte rechtzeitig um einen Termin. Diese sollten immer spätestens einen Monat vor Ablauf des jeweiligen Stichtages feststehen, denn wir können zum Ende des jeweiligen Zeitraums nicht unbegrenzt viele Termine abmachen.