Die Richtlinien zur Verordnung häuslicher Krankenpflege wurden mit Wirkung vom 26.1.2011 geändert. Hiermit wurde eine Forderung des Gesunheitsministeriums aus der letzten Überarbeitung umgesetzt. Es betrifft die Verordnungsfähigkeit des Abnehmens von Kompressionsverbänden.

Zukünftig kann auch das Abnehmen von Kompressionsverbänden vom Arzt verordnet werden, wenn der Pflegebedürftige körperlich oder kognitiv dazu nicht in der Lage ist. Im gleichen Zuge wurde die Verordnungsfähigkeit von Kompressionsverbänden auf die Diagnosen Varikose, Ödeme, Chronische Veneninsuffizienz (CIV), Verbrennungen/Narben und Thromboembolie eingeschränkt.

Zum Hintergrund: in der Vergangenheit konnte bereits das Anlegen von Kompressionsverbänden verordnet werden, das Abnehmen war jedoch keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.