Häufige Fragen zu ambulanten Pflegeleistungen

Wer einen ambulanten Kranken- und Altenpflegedienst das erste Mal in Anspruch nehmen möchte oder einen Pflegedienst für einen Angehörigen beauftragen möchte, steht häufig vor dem Problem, sich in einem kaum durchschaubaren Dschungel von Informationen und Anträgen wiederzufinden.

Der gesetzliche Hintergrund ist kompliziert, da unterschiedliche Gesetze relevant sind. Oft kommen mehrere Kostenträger, teilweise auch paralell nebeneinander, für die Übernahme der Pflegekosten in Frage.

Pflege to Hus aus Braunschweig möchte Ihnen an dieser Stelle Hilfestellungen geben. Wir haben Ihnen nachfolgend häufig gestellte Fragen zusammengestellt, die uns am Telefon oder in unseren Büroräumen immer wieder gestellt werden. Scheuen Sie sich auch nicht uns anzurufen oder per Mail mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir werden gerne ihre Fragen beantworten.

Wir bieten ein breites Leistungsspektrum an Hilfen für den Alltag an, um Ihnen so lange wie möglich ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben zuhause zu ermöglichen. Die sozialen Sicherungssysteme (hier insbesondere Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Sozialhilfeträger) unterstützen Sie finanziell, um Dienstleistungen eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch nehmen zu können.

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Seit dem 1.1.2012 ist das Familienpflegezeitgesetz in Kraft getreten. Es stellt neben dem Pflegezeitgesetz (PfZG) weitere Möglichkeiten zur Verfügung, sich teilweise von der Arbeit freistellen zu lassen, wenn man einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen möchte. Im Gegensatz zum PfZG, bei dem es im Wesentlichen um einen Rechtsanspruch zur unbezahlten Freistellung für kurzfristige Pflegeübernahme im Akutfall geht, ist das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) ein Arbeitszeitmodell, um die Pflege eines Angehörigen bei vertretbaren Gehaltsverlust über einen längeren Zeitraum zu pflegen.

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Der Zeitpunkt, zu dem wir zur Pflege zu Ihnen kommen, wird nach Ihren Wünschen und unseren Kapazitäten festgelegt. An diese Zeit fühlen wir uns gebunden. Sie wird bei Aufnahme eines Neukunden oder bei Änderung des Pflegeumfangs festgelegt.

Es gibt allerdings eine Reihe von Faktoren, die dazu führen können, dass es kleinere Abweichungen von der abgesprochenen Zeit gibt. Im Folgenden einige Beispiele für Gründe:

Unsere Pflegekräfte fahren während Ihres Dienstes von einem Pflegebedürftigen zum nächsten. Geht es einem von denen mal an einem Tag nicht so gut, muss evtl. sogar der Notarzt gerufen werden, kommt es zwangsläufig zu Verzögerungen.

Da wir uns im öffentlichen Straßenverkehr bewegen, um von einem Pflegebedürftigen zum nächsten zu kommen, sind wir von Verkehrsdichte und Witterung abhängig. Diese Faktoren können nur bis zu einem gewissen Grad in die Planung mit einbezogen werden.

Es gibt noch weitere Gründe, warum es Abweichungen von der abgesprochenen Pflegezeit geben kann. Deshalb vereinbart Pflege to Hus mit allen Kunden, dass uns eine definierte Zeitspanne vor und nach der abgesprochenen Pflegezeit zugestanden werden muss. Kommt es zu Abweichungen über diese Zeit, wird der Pflegebedürftige telefonisch darüber informiert.

Voraussetzung dafür, Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten, ist die Einstufung in eine der Pflegegrade. Zur Feststellung der Pflegegrade werden alle Personen, die eine solche beantragen vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK) besucht und es wird ein Gutachten erstellt, welches der Pflegeversicherung als Orientierungshilfe zur Einstufung dient.

Wird nach einem solchen Besuch des MdK seitens der Pflegeversicherung kein Pflegegrad genehmigt, könnte die Ursache darin liegen, dass die Voraussetzungen bei dem Begutachtungsbesuch nicht dargelegt werden konnten oder vom Gutachter nicht richtig eingeschätzt wurden. Man muss sich diesem "Urteil" jedoch nicht einfach fügen, wenn man der Ansicht ist, dass ein Pflegegrad eben doch vorliegt.

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Im Rahmen der Pflegeversicherung bieten sich für diesen Wunsch zwei verschiedene Leistungen an:

  1. Betreuung nach Zeit:
    Ist die Grundpflege und Hauswirtschaftliche Versorgung sichergestellt, kann über den Sachleistungsanspruch Betreuung nach Zeit in Anspruch genommen werden.
  2. Betreuung nach §45b SGB XI: Pflegebedürftige haben einen Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von 125 € pro Monat. Dieser kann unter Anderem für ein Betreuungsangebot genutzt werden.

 

Pflegebedürftig zu sein, bedeutet oft ein langsamer und fortschreitender Übergang von der gewohnten Selbständigkeit, hin zu einer stärker werdenden Abhängigkeit von anderen Personen. Der menschliche Körper ist so angelegt, dass er Fähigkeiten, die längere Zeit nicht gebraucht hat, verlernt oder dass ihm diese Fähigkeiten nicht mehr so leicht abverlangt werden können. Ein Sportler, der nicht trainiert, ist sehr bald nicht mehr in der Lage Spitzenleistungen zu bringen. Im Alter oder bei körperlicher Behinderung aufgrund von Krankheit oder Verletzung verstärkt sich dieser Effekt und kann sich auch auf alltägliche Fähigkeiten ausdehen.

Aktivierende Pflege bedeutet, dass die Pflegekräfte von Pflege to Hus bei den verschiedensten Hilfestellungen den Erhalt oder die Wiedererlangung von Fähigkeiten mit dem Pflegebedürftigen trainieren. In der Praxis bedeutet dieses, dass z.B. das morgentliche Waschen nicht einfach von unseren Pflegekräften übernommen wird, sondern, dass der Pflegebedürftige nach seinem Können bei der Pflege mithilft und so viel selbst macht, wie er kann. Das Pflegepersonal unseres ambulanten Pflegedienstes übernimmt die Handgriffe, die der Pflegebedürftige nicht selbst kann oder unterstützt, indem Teile der Pflege gemeinsam durchgeführt werden.

Pflegebedürftige der Pflegegrade I bis V können bei ihrer Pflegeversicherung einen Zuschuss beantragen, um im eigenen Wohnumfeld  Anpassungsmaßnahmen durchzuführen, die die Pflege in den eigenen vier Wänden ermöglicht oder zumindest erheblich erleichtert. Dabei gilt das Subsidiaritätsprinzip. Das bedeutet, dass die Zuschüsse nachrangig gewährt werden, wenn ein anderer Kostenträger per Gesetz zur Zahlung verpflichtet ist.

Die Pflegekassen sind per Gesetz dazu angehalten, Umbaumaßnahmen in der eigenen Wohnung zu unterstützen. Die Unterstützung wird bis zu einem Betrag von 4000.- €  gewährt. Seit dem 1.1.2013 ist die vorher gesetzlich verankerte Zuzahlung von 10% aus dem Gesetz gestrichen worden.

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