Häufige Fragen zu ambulanten Pflegeleistungen

Wer einen ambulanten Kranken- und Altenpflegedienst das erste Mal in Anspruch nehmen möchte oder einen Pflegedienst für einen Angehörigen beauftragen möchte, steht häufig vor dem Problem, sich in einem kaum durchschaubaren Dschungel von Informationen und Anträgen wiederzufinden.

Der gesetzliche Hintergrund ist kompliziert, da unterschiedliche Gesetze relevant sind. Oft kommen mehrere Kostenträger, teilweise auch paralell nebeneinander, für die Übernahme der Pflegekosten in Frage.

Pflege to Hus aus Braunschweig möchte Ihnen an dieser Stelle Hilfestellungen geben. Wir haben Ihnen nachfolgend häufig gestellte Fragen zusammengestellt, die uns am Telefon oder in unseren Büroräumen immer wieder gestellt werden. Scheuen Sie sich auch nicht uns anzurufen oder per Mail mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir werden gerne ihre Fragen beantworten.

Das Gesetz der Pflegeversicherung hat den Anspruch auf die sogenannten zusätzlichen Betreuungsleistungen mit dem Inkrafttreten des Pflegeweiterentwicklungsgesetzes ab 01. Juli 2008 neu geregelt. Diese Betreuungsleistungen sind für pflegebedürftige Menschen mit und ohne Pflegestufe geschaffen worden, die in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind. Der Artikel gibt Ihnen einen kurzen Überblick über Beantragungsverfahren, Voraussetzungen und Art der möglichen Leistungen.

Reguläre Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten Personen, die mindestens erheblich pflegebedürftig sind. Ferner erhält man Leistungen nur dann, wenn man in eine Pflegestufe eingestuft ist. Nach aktueller Gesetzeslage gibt es insgesamt drei Pflegestufen sowie eine Pfelgestufe 0 für Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, deren Pflegebedarf  noch nicht den Kriterien der Pflegestufe 1 entsprechen.

Pflegestufe 1 (erhebliche Pflegebedürftigkeit)
Pflegestufe 2 (Schwerpflegebedürftig)
Pflegestufe 3 (Schwerstpflegebedürftigkeit)
 
Die Einstufung in eine Pflegestufe erfolgt aufgrund des zeitlichen Aufwands, den eine nicht als Pflegekraft ausgebildete Person benötigt (z.B. ein Familienangehöriger), um den Pflegebedürftigen zu pflegen. Hierbei gelten folgende Regeln:

Pflegebedürftigkeit wird definiert durch das Sozialgesetzbuch XI (SGB XI). Im Sinne des Gesetzes ist pflegebedürftig, wer aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder einer Behinderung auf Dauer und bei wiederkehrenden Aktivitäten des täglichen Lebens in großem Umfang Hilfe von anderen Personen benötigt. Der Gesetzgeber definiert dabei, dass "auf Dauer" bedeutet, dass der Hlfebedarf vorraussichtlich wenigstens sechs Monate vorliegen muss.

Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet im Bereich der ambulanten Pflege in Form von Sachleistung und Geldleistung. Ein Pflegebedürftiger kann zwischen diesen beiden Leistungsarten oder einer Kombination aus beiden wählen.

In der ambulanten Krankenpflege wird als Sachleistung die Pflegehilfe durch einen zugelassenen ambulanten Pflegedienst bezeichnet. D.h. alle Leistungen, die wir in der Rubrik "Leistungen - Grundpflegeleistungen" und "Leistungen - Hauswirtschaft" anbietet sind Sachleistungen. Die Pflegehilfe durch Pflegesachleistung wird in Abhängigkeit von Pflegegrad gewährt.