Häufige Fragen zu ambulanten Pflegeleistungen

Wer einen ambulanten Kranken- und Altenpflegedienst das erste Mal in Anspruch nehmen möchte oder einen Pflegedienst für einen Angehörigen beauftragen möchte, steht häufig vor dem Problem, sich in einem kaum durchschaubaren Dschungel von Informationen und Anträgen wiederzufinden.

Der gesetzliche Hintergrund ist kompliziert, da unterschiedliche Gesetze relevant sind. Oft kommen mehrere Kostenträger, teilweise auch paralell nebeneinander, für die Übernahme der Pflegekosten in Frage.

Pflege to Hus aus Braunschweig möchte Ihnen an dieser Stelle Hilfestellungen geben. Wir haben Ihnen nachfolgend häufig gestellte Fragen zusammengestellt, die uns am Telefon oder in unseren Büroräumen immer wieder gestellt werden. Scheuen Sie sich auch nicht uns anzurufen oder per Mail mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir werden gerne ihre Fragen beantworten.

Wir rechnen in den meisten Fällen nach sogenannten Leistungskomplexen ab. Eine Abrechnung nach Zeit ist uns aufgrund unseres Rahmenvertrags mit den Pflegekassen ebenfalls möglich.

Bei der Abrechnung nach Zeit bleiben wir für die im Vorfeld vereinbarte Zeit. Wird mehr Zeit benötigt, da die Pflege länger dauert als geplant, wird die zusätzliche Zeit auf der monatlichen Abrechnung mit berechnet.

Bei der Abrechnung nach Leistungskomplexen tragen die Pflegebedürften nicht das Zeitrisiko. Die Pflegekräfte bleiben so lange, wie die vereinbarte Leistung im Einzelfall dauert. Das kann, je nach Konstitution des Pflegebedürftigen mal länger und mal kürzer sein. Die Pflegekräfte bleiben jedoch auch nicht länger, als für die abgesprochenen Leistungen tatsächlich notwendig. Weitere Informationen zur Pflegeeinsatzzeit finden Sie hier.

Das ist abhängig von der Pflege, die im Einzelfall gemacht werden muss. Das Verabreichen eines Medikaments nimmt natürlich weniger Zeit in Anspruch als die Hilfestellung beim Waschen.

Der Zeitaufwand, der z.B. für das morgentliche Waschen oder das Verabreichen von Medikamenten notwendig ist, ist abhängig vom persönlich notwendigen Umfang der Hilfestellung (Anzahl der Medikamente, Fähigkeit des Pflegebedürftigen bei der Pflege mitzuhelfen). Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Deshalb kann keine pauschale Antwort auf diese Frage gegeben werden. Die Pflegekräfte von Pflege to Hus bleiben aber auf jeden Fall so lange beim Pflegebedürftigen, wie es im Einzelfall notwendig ist, um die Hilfestellung im vereinbarten Umfang zu leisten. Aus wirtschafltichen Gründen können wir aber auch nicht länger bleiben, als es die individuelle Pflege erfordert. Zeit für ein paar freundliche Worte ist aber auch bei sehr kurzen Hilfestellungen selbstverständlich immer.

Die von uns angebotenen Leistungen werden in den meisten Fällen nach Leistungskomplexen abgerechnet. Dabei handelt es sich um - nach üblichen Anforderungen - sinnvoll zusammengefassten Tätigkeiten (z.B. Ganzkörperwäsche und Anziehen). Diese Leistungskomplexe haben einen Festpreis, der unabhängig von der persönlichen Dauer des Einsatzes immer gleich ist. Für die meisten Pflegebedürftigen stellt diese Form der Leistungsabrechnung die beste und transparenteste Möglichkeit dar. Durch Multiplikation der Leistungen mit den Tagen an denen Leistungen erbracht werden, kann schon zu Beginn des Monats berechnet werden, wie hoch die Pflegekosten sein werden.

Alternativ kann eine Pflege auch nach der tatsächlich benötigten Zeit berechnet werden. Hier trägt allerdings der Pflegebedürftige das Kostenrisiko. Das bedeutet: dauert die Pflege länger als geplant, z.B. weil es dem Pflegebedürftigen mal nicht so gut geht, wird der zeitliche Mehraufwand minutengenau abgerechnet.

In einem persönlichen Erstgespräch erörtern wir, welche Alternative im konkreten Einzelfall die sinnvollste ist.

Bei vorliegendem Pflegegrad können Pflegebedürftige bei der Pflegeversicherung Hilfsmittel beantragen, die sie zur Erleichterung der täglichen Pflegeaufgaben benötigen oder die dazu geeignet sind, Beschwerden zu lindern. Außerdem werden von den Pflegeversicherungen solche Hilfsmittel auf Antrag genehmigt, die eine selbständigere Lebensführung ermöglichen, sofern nicht die Krankenversicherung oder eine andere Stelle in der Leistungspflicht ist. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Möglichkeiten dar.

Die Pflege ist in unserem Pflegedienst in Gruppen eingeteilt. Das bedeutet für die Pflegebedürftigen, dass sie zwar mehrere Personen kennenlernen, dass der Personenkreis aber überschaubar bleibt.

Eine Pflege durch unseren Pflegedienst von nur einer Schwester lässt sich leider nicht realisieren. Unser Pflegepersonal hat Anspruch auf freie Tage und Urlaub. Außerdem haben in der Regel die Pflegekräfte, die Morgens arbeiten Abends frei.

 

Im § 39 SGB XI (11. Sozialgesetzbuch) wird der Anspruch auf Pflegeleistungen eines Pflegebedürftigen geregelt, der üblicherweise von einer privat organisierten Pflegekraft gepflegt wird und von der Pflegekasse Geldleistungen erhält, wenn diese Person kurzfristig und vorübergehend an der Pflege gehindert ist (z.B. durch Urlaub, Krankheit, persönliche anderweitige Verpflichtungen oder Interessen).

Als ambulanter Pflegedienst kann Pflege to Hus verschiedene Varianten der Verhinderungspflege anbieten.

Am 1. Juli 2008 ist das Gesetz über die Pflegezeit (Pflegezeitgesetz - PflegeZG) in Kraft getreten. Es ermöglicht Arbeitnehmern eine kurz- und mittelfristige Freistellung von der Arbeit bei gleichzeitigem Schutz vor Arbeitsplatzverlust für die entsprechende Zeit. Es werden grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten der Freistellung von der Arbeit ermöglicht, die "Kurzzeitige Arbeitsverhinderung" und die "Pflegezeit".

Verhinderungspflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung, die sowohl von der sozialen Pflegeversicherung als auch von den privaten Pflegeversicherungen erbracht werden, sofern die gesetzlich geregelten Voraussetzungen erfüllt sind. Geregelt ist diese Leistung im § 39 SGB XI.

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Verhinderungspflege:

Eine Zusammenfassung der nachfolgend abgedruckten Richtlinie, zusammen mit den weiteren gesetzlichen Grundlagen finden Sie im Artikel Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen n. § 45b SGB XI 

Das Begutachtungsverfahren zur Feststellung dieses Personenkreises gliedert sich in zwei Teile, ein Screening und ein Assessment und baut auf der Begutachtung nach §§ 14 und 15 SGB XI auf. Hierbei sind die Besonderheiten unter Punkt D 4. / III. / 8. "Besonderheiten der Ermittlung des Hilfebedarfs bei Menschen mit psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen" der Begutachtungs-Richtlinien hinsichtlich der Vorbereitung der Begutachtung und der Begutachtungssituation zu berücksichtigen.