Ist ein Pflegebedürftiger überwiegend an das Bett gebunden oder kann er es nicht oder nur schlecht aus eigener Kraft verlassen oder wieder aufsuchen, ist die Anschaffung eines Pflegebettes das wichtigste Hilfsmittel. Es gibt gundsätzlich zwei verschiedene Varianten von Pflegebetten:

  1. eigenständiges Pflegebett, welches das bisherige Bett ersetzt
  2. spezieller Betteinsatz, welcher in das bestehende Bett integriert wird.

Letzteress bietet sich immer dann an, wenn bei Ehepartnern einer von beiden pflegebedürftig wird und auf das gemeinsame Ehebett nicht verzichtet werden soll oder kann. Dennoch sollte auch dann über die Anschaffung eines "richtigen" Pflegebettes nachgedacht werden, denn es bietet deutlich mehr Vorteile als ein Betteinsatz.

Für viele Menschen ist die Anschaffung eines Pflegebettes eine große Hürde, bedeutet es doch gleichsam, dass man sich die neue Lebenssituation auch nach außen hin eingestehen muss. Folgende Vorteile sprechen jedoch deutlich dafür:

  • es ist in der Höhe verstellbar. Das erleichtert den Pflegepersonen die einzelnen Arbeitsschritte erheblich und trägt insbesondere dazu bei, dass damit der Rücken und die Bandscheiben geschont werden. Pflegt ein Partner den anderen oder übernimmt ein Angehöriger oder ein Pflegedienst die Pflege, so ist keinem gedient, wenn nach kurzer Zeit die Pflegeperson selbst ausfällt, weil sie einen Bandscheibenvorfall erleidet. Pflege to Hus achtet in diesem Zusammenhang besonders auf die Gesunderhaltung seiner Mitarbeiter.
  • Kopf- und Fußteil des Bettes können verstellt werden. So kann das Kopfteil hochgestellt und das Fußteil meist abgesenkt werden. Damit wird ermöglicht, dass eine sitzende oder halbsitzende Position im Bett eingenommen werden kann. Das wiederum ermöglicht bzw. erleichtert z.B. das Essen oder bequeme Lesen im Bett.
  • Pflegebetten haben eine Vorrichtung, die es dem Pflegebedürftigen erleichtert sich im Bett selbst hochzuziehen oder zumindest die Pflegekraft dabei zu unterstützen.  Sie wird als Aufrichter oder umgangssprachlich auch oft als "Bettgalgen" bezeichnet.
  • Pflegebetten stehen auf feststellbaren Rollen. Das ermöglicht es, ein Pflegebett für bestimmte Tätigkeiten im Raum mal schnell zu verschieben. So kann ein Pflegebett beispielsweise schnell etwas von der Wand weggefahren werden, wenn es mit dem darin liegenden Pflegebedüftigen frisch bezogen werden soll und der Platz im Raum nicht groß genug ist, dass das Bett immer von beiden Seiten aus zugänglich ist.
  • Falls die Gefahr besteht, dass der Pflegebedüftige aus dem Bett fallen könnte, verfügen alle Pflegebetten über seitlich hochstellbare Bettgitter
  • Pflegebetten werden heute ausnahmslos elektrisch verstellt. Sowohl die Höhe als auch die Liegeposition werden über eine Fernbedienung eingestellt. Damit ermöglicht man es dem Pflegebedürftigen selbst, seine Position im Bett zu verändern.

Im übrigen sehen Pflegebetten nicht aus wie Krankenhausbetten. Sie haben einen Holzrahmen. Die Bettgitter sind so angebracht, dass sie im eingeklappten Zustand so gut wie nicht zu sehen sind. Bei teilweiser oder überwiegender Bettlägerigkeit übernehmen die Pflegekassen die Kosten für ein Pflegebett. Sanitätshäuser beraten über die richtige Variante. Auch der ambulante Pfelgedienst Pflege to Hus in Braunschweig berät seine Kunden, wenn es um die Anschaffung eines Pflegebettes geht.