Die Ernährungsbedürfnisse und -gewohnheiten verändern sich im Laufe des Lebens. Mit steigendem Alter nehmen der Appetit und das Durstgefühl in den meisten Fällen zunehmend ab. Parallel dazu nimmt auch der Bedarf an Kalorien ab. Dieses steht im Zusammenhang mit Veränderungsprozessen im Körper und verminderter körperlicher Aktivität.

 Gesunde und ausgewogene Ernährung sollte das ganze Leben lang eine wichtig Rolle spielen. Das gilt im besonderen Maße auch im Alter, um möglichst lange fit zu bleiben. Grundsätzlich gelten für die Ernährung im Alter natürlich die gleichen Empfehlungen für ausgewogene Ernährung. So sollte ein älterer Mensch täglich 1,5 bis 2 Liter trinken. Dabei sind besonders Wasser, Tee und verdünnte Säfte zu empfehlen. Wer Schwierigkeiten hat, sein Gewicht zu halten, kann die Säfte auch unverdünnt trinken. Zeichen von dauerhaftem Flüssigkeitsmangel zeigen sich insbesondere durch folgende Zeichen: eine auf dem Handrücken mit zwei Fingern gebildete Hautfalte bleibt stehen und bildet sich nicht langsam zurück. Je älter man ist, desto langsamer geht dieser Rückbildungsprozess, da die Hautspannung abnimmt. Aber innerhalb weniger Sekunden sollte die Hautfalte nicht mehr zu sehen sein. Ein anderes Zeichen von Austrockung ist ein fehlender "Speichelsee" unter der Zunge. Die Schleimhaut unter der Zunge ist immer deutlich feucht, wenn die Flüssigkeitszufuhr in den letzten Tagen ausreichend war. Fehlt er, hat die/der Pflegebedürftige zuwenig getrunken.

Empfehlungen für die Ernährung sind: es werden kleinere Portionen benötigt, als bei jungen Menschen. Dennoch sollte ausreichend gegessen werden. Die Ernährung sollte viel frisches Obst sowie Gemüse enthalten. Um den Eiweisbedarf zu decken, sind Fisch und fettarmes Fleisch zu empfehlen. Nimmt man Getreideprodukte zu sich, so sollten sie einen hohen Vollkornanteil beinhalten. Vollkornprodukte enthalten wertvolle Eiweiße und Fette, sowie viele Spurenelemente. Wer keine Milchunverträglichkeit/Laktoseintoleranz hat, sollte zudem regelmäßig fettarme Milchprodukte essen. Diese enthalten viel Calzium, welches im Alter und in der Jugend besonders viel benötigt wird.

Wer einen Menschen pflegt, sollte darauf achten, dass genügend getrunken und gegessen wird. Zunehmende Pflegebedüftigkeit geht oft einher mit Austrocknung und Gewichtsabnahme, da das Essen mühsam und der Hunger einfach weniger als früher ist. Nimmt man innerhalb relativ kurzer Zeit viel an Gewicht ab, raubt dieses einem zusätzlich Kraft. Es entsteht eine Spirale, die einen immer weiter in die Pflegebedürftigkeit zwingt.

Parallel ist noch zu bedenken, dass es im Alter zu verschiedenen Krankeheitsbildern kommen kann, die eine bestimmte Ernährung erfordern. Hier sollte man sich unbedingt mit dem Arzt auseinandersetzen, um zu besprechen, welche Lebensmittel im Einzelfall als gesund gelten und welche nicht.